Sonntag, 10. Februar 2008

Das Fazit

Zuerst ein kleiner Überblick:
Waren die ersten 2 Monate von etlichen Trips geprägt (Danzig, Krakau, Warschau, Torun, Münster, Breslau, Nationalpark an der Weißrussischen Grenze und zurück durch Masuren) ging es in den letzten 2 Monaten reisetechnisch eher ruhig zu (über Weihnachten nach Hause und dann noch die Abschlussfahrt nach Zakopane), was auch notwendig war, da die ganzen Trips am Anfang doch sehr an meinen Kräften Raubbau betrieben und die Uni ab Dezember auch mehr Leistungen von uns sehen wollte.

Von Anfang an funktionierte die Gemeinschaft unter den ERASMUS-Studenten perfekt, da die Mischung der Nationalitäten sehr ausgeglichen war und jeder die Bereitschaft zeigte, in Poznan eine schöne Zeit verbringen zu wollen.

Das Semester in Polen hat mich durch die Unmengen von Erfahrungen verändert und ich habe das Gefühl (noch) erwachsener geworden zu sein. Ich sehe nun viele Dinge durch andere Augen und ich weiß, dass es für mich die perfekte Entscheidung war, das Wagnis mit Polen einzugehen.

Ich möchte mich hiermit nochmals bei allen Kommilitonen die mit mir das Semester in Poznan verbracht haben bedanken, aber auch allen Lesern meines Blogs Danke sagen. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass so viele User bewusst oder nur zufällig meinen Blog aufrufen würden.

Da mein Blog "Thomas in Poznan" heißt und ich wieder zurück in Münster bin, beende ich ihn nun mit diesem Fazit.
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Und nun fängt die Geschichte an...

Montag, 4. Februar 2008

Zakopane - der fünfte Tag

Am letzten Tag in Zakopane ging es zur Abwechslung mal nicht auf die Piste, da wir den zum um 17 Uhr nehmen wollten. Ich nutzte die Zeit, das Städtchen näher zu beschauen und machte einen Spaziergang zur Skisprungschanze, die gerade für den tags darauf stattfindenden Skisprungwettbewerb präpariert wurde.
Zurück in der Stadt traf ich dann auf einen großen Teil unserer Gruppe, der sich in einem Café einquartiert hatte und von den letzten Tagen arg gezeichnet war.
Anschließen bin ich dann noch mit Franzi über die Haupt-Touri-Straße gelaufen und später noch über den Markt geschlendert, auf dem man tonnenweise Schrott (Andenken) kaufen konnte.
Das Wetter war gut und die Stadt mit dem ganzen Neuschnee
auch ganz hübsch anzuschauen.
Zurück im Hostel haben wir uns noch was zu Essen gemacht, Spielchen gespielt (4 Gewinnt aus der Junior-Tüte) oder fern gesehen.
Um fünf ging es dann zum Zug, der uns nach Krakau bringen sollte.
In Krakau hieß es dann Umsteigen in den Zug nach Poznan, der um kurz vor 6 (morgens!) dort ankam. Anschließend ging es mit dem Taxi ins Wohnheim und danach sofort ins Bett.

Freitag, 1. Februar 2008

Zakopane - der vierte Tag

An unserem letzten Skitag gönnten wir uns was besonderes: eine Abfahrt vom Kasporowy Wierch, einem Berg in der Tatra, direkt neben Zakopane gelegen. Um auf den Gipfel zu kommen muss man in 2 Seilbahnen einsteigen, die einen die 1000 Höhenmeter hinauf befördern.
Drinnen herrschte ordentliches Gedränge (war ja leider Hauptsaison)
Oben angekommen wollten wir uns gleich auf den Weg machen, jedoch wunderten wir uns ein wenig über die ganzen anderen Skifahrer, die sich in der Bergstation verkrochen hatten und nicht so aussahen, als ob sie sich den Hang hinunterstürzen wollten.
Deshalb fragten wir einen Polen, der auch praktischerweise Englisch konnte und dieser teilte uns mit, dass aufgrund des schlechten Wetters (minus 15 Grad, starker Wind, starker Schneefall und einen Sichtweite unter 10m) die Pisten noch nicht geöffnet wurden. Die nächste Ansage, ob und wann die Pisten geöffnet werden sollte um 11 Uhr kommen. Das hieß für uns, noch weitere 1,5 Stunden abwarten und Tee bzw. Kaffee trinken.
Um kurz vor 11 gab es dann das OK der Pistenbetreiber und es konnte los gehen. Das Wetter hatte sich aber noch nicht merkbar verbessert.
Wir hatten bei all dem Nebel keine Peilung, wo es zu unserer Abfahrt ging, also liefen wir den anderen einfach hinterher. Zu unserer großen Überraschung ging es erst einmal 30 (Höhen-)Meter (oder mehr, unmöglich das abzuschätzen) richtig steil den Berg RAUF!!!
So hatten wir uns das nicht vorgestellt, aber vielleicht verstehen die Polen das ja auch als "Schwarze Piste" - anstrengend ist es allemal! Uns haben die Lungen beim Aufstieg ordentlich gebrannt.
Letztlich haben wir aber auch diesen Berg bezwungen und wir konnten uns an die Abfahrt machen. Aufgrund der Sichtverhältnisse war das eher schwierig, aber die 30-40cm Neuschnee erleichterten uns den Weg nach unten. Ein weiterer Vorteil war, dass der Neuschnee sich ereignende Stürze abzufedern vermochte.
Mit zunehmend zurückgelegter Strecke klarte die Sicht weiter auf...
...und die Strecke wurde einfacher zu befahren.


Ein Video vom einfachen Teil der Abfahrt.

Zurück in Zakopane ging es mit den Skiern durch die Stadt, weil es sich durch den ganzen Schnee so anbot und wir uns auch mal als absolute Touristen verhalten wollten.



Die Einheimischen haben uns einfach ignoriert und sich wahrscheinlich ihren Teil bei gedacht.
Abends ging es dann zu einem gemeinsamen Abschlussessen zu Rooster, einer Fast-Food-Kette, in der die Mädels Hot-Pants tragen und auch sonst viel Haut zeigen. Leider leidet darunter die Qualität des Essens...

Zakopane - der dritte Tag

Am dritten Tag ging es wieder ins gleiche Skigebiet wie tags zuvor mit dem kleinen Unterschied, dass nur 3 Unerschrockene (Fabien, Franzi und ich) sich schon um halb 11 in Richtung Piste aufmachten, der Rest wollte um 13 Uhr nachkommen.Da wir am vorhergehenden Tag ordentlich auf der Piste geackert hatten, ließen wir es erst einmal etwas ruhiger angehen.
Insgesamt ließen wir es an unserem dritten Skitag etwas ruhiger angehen, die Pause nahmen einen größteren Teil des Tages ein - dafür war der Bier, Glühwein und Schnapskonsum umso höher.
Dies führte dann auch zu (zugegebenermaßen amateurhaften) Modeschauen...
... für die aber manche kein Interesse mehr aufbringen konnten, da sie durch das Skifahren in Verbindung mit dem Alkohol so ziemlich am Ende waren.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Zakopane - der dritte Tag

Der dritte Tag (Montag) fing so an, wie der zweite aufgehört hatte: Die ganze Bagage zwängte sich in einen kleinen Bus, um sich in das nächste Skigebiet aufzumachen.
Dort angekommen ging es erst einmal darum festzustellen, wie viele Leute wir überhaupt waren, da noch ein paar ihre Ski umtauschen wollten und noch nicht mitgekommen waren.
War dieses Problem gelöst - was eine ganze Weile dauerte - ging es an den Kartenkauf und anschließen auf die Piste, welche erheblich besser war als die am ersten Tag. Jedoch waren die Temperaturen immer noch nicht im "normalen" Bereich, sodass ich nach ein paar Stunden einen kleinen See in meinen Snowboardschuhen verspürte.
So manch einer brauchte erstmal ein-zwei Schnäpse um richtig in Schwung zu kommen...
... ich hingegen schaffte mir schnellstmöglich einen Überblick über die vorhandenen Pisten.
Das schöne an Polen ist, dass man hier fast überall auch noch im Dunkeln fahren kann, da alle Pisten mit Scheinwerfern ausgestattet ist.
So bekommt man die Tatra auch mal wolkenfrei zu Gesicht.
Abends gab es dann natürlich noch was zu futtern...
... es wurde auf den von uns extra herbeigerufenen Bus gewartet...
... der uns die 15km wieder zurück nach Zakopane fuhr.
Im Hostel gab es eine Gästeküche, in der wir dann noch ein kleines Abendessen zu uns nahmen, aber eigentlich war jeder vollkommen von den 10 Stunden Skifahren erledigt, dass es für die meisten gleich danach ins Bett ging.

Zakopane - der zweite Tag

Am ersten Tag ging es früh am Morgen (halb 9) zum Frühstück. Das gab es in der Caferia einem nahe des Hostels gelegenen Schule, wobei wir frühstückten, während die Schüler neben uns schnell noch ihrer Hausaufgaben "verglichen".
Das Frühstück war besser als gedacht: es gab Kaffee, Tee, Brötchen, Aufschnitt, Gemüse... also alles was ein hungriger Magen morgens begehrt.
Um 10 ging es dann Richtung Piste, wobei wir alle noch nicht wussten, was uns erwarten würde, da uns die Skiverleiher viel Spass beim Wasserski gewünscht hatten und es immer noch mindestens 10 Grad zu viel auf dem Thermometer hatte.
In Harenda angekommen erwartete uns dann auch eine sehr nasse, aber noch befahrbare Piste. Für die Anfänger unter uns - das waren einige - wurden aber aber ideale Bedingungen bereitgestellt, sodass die ersten Schritte bzw. Rutschpartien schon nach kurzer Zeit ganz gut aussahen.
Der ein oder andere Sturz ließ sich jedoch nicht vermeiden...
... was uns aber wiederum sehr viel Unterhaltung bot, da es immer was auf der Piste zu guckten gab, wie hier, wo die Fahr(un)künste von Chris kollektiv bestaunt werden.
Für die Heimfahrt hatten wir unseren eigenen Bus, den wir mit unserer Gruppe auch vollkommen ausfüllten.

Zakopane - der erste Tag

Nach einer langen und sehr anstrengenden Zugfahrt von Poznan nach Zakopane, die um halb 12 (nachts) am Freitag startete und letztlich um kurz vor 12 (mittags) am Samstag endete, kamen wir (26 mehr oder weniger erfahrene Skifahrer) an unserem Zielort an.
Auf dem Weg nach Zakopane wurde natürlich auch wieder gepokert, wobei ich kein sonderliches Glück mit den Karten hatte.
Andere, die nicht Spiele wollten, zogen es vor, ihren aufgestauten Schlafmangel der letzten Nacht zu verringern. Ob das jetzt sonderlich bequem war, möchte ich dahingestellt lassen...
Angekommen in Zakopane zog die Karavane aus Studenten und Koffern, die teilweise erstaunliche Ausmaße annahmen, Richtung Hostel.
Nach unserer Ankunft im Hostel haben wir uns auf die Suche nach einem Ski- und Snowboard-Verleiher gemacht. Davon gibt es in Zakopane (30.000 Einwohner, 1.000.000 Touristen) eine Menge. Wir haben mehrere aufgesucht, um uns für den mit dem besten Angebot herauszusuchen. Zu unserem Vorteil herrschten bei unserer Ankunft sommerliche 10 Grad, sodass die Verleiher froh waren, überhaupt Kunden zu haben und ordentliche Rabatte uns anboten.
In der Innenstadt bemerkte man besonders, dass Hochsaison war, da alles von Touristen zugemüllt war.
In dem Laden, in dem wir unsere Skiausrüstungen ausliehen, herrschte aufgrund unseres Erscheinens Hochbetrieb. Die ganze Prozedur, 22 passende Skipaare und die dazugehörigen Schuhe plus 3 Snowboards mit passenden Schuhen, dauerte über 90 Minuten. Dadurch war genug Zeit, diverse Ski-Assessoires auszuprobieren - mit sehr unterschiedlichem Erfolg...
Abends gabs dann noch lekker Bier im 7er Jungs-Zimmer (zu meinem Glück musste ich da nicht drin schlafen)...
... mit dem üblichen Ergebnis.

Ende erster Tag!