Mittwoch, 7. November 2007

Der Reisebericht - Donnerstag

Um ziemlich genau 2 Uhr am Donnerstag Morgen ging es dann los. Da am Donnertag Allerheiligen war und das hier groß in der Familie gefeiert wird, waren im Zug viele "normale" Leute, sodass die Warnungen, die ansonsten für die Nachtzüge gelten, mal außer Acht lassen konnte.
Nach einer unbequemen Fahrt, bei der ich wenig Schlaf fand, kamen wir um kurz vor 8 in Siedlce an, wo wir natürlich unseren Anschlusszug verpasst haben - die Polnische Bahn ist um einiges schlechter als die DB.
Nach 30min warten, kam dann erfreulicherweise schon der nächste Zug, in dem die Polen schon gut am Biertrinken waren (Bier wird im Osten Polens wie Wasser getrunken). Schon im Zug zeigte sich, dass die Polen hier erheblich netter zu sein scheinen als im Westen, da sie ihr Bier untereinander aufteilten.
Der Zug nach Hajnowka brauchte 2 Stunden und als wir ausstiegen, nieselte es und wir stellten fest, dass wir die einzigen Touristen waren. Ein mulmiges Gefühl stellte sich ein.

Dank unseres LonelyPlanet wussten wir, zu welcher Haltestelle wir gehen mussten und konnten nach kurzem Warten den Bus nach Bialowieza nehmen. Die 25km in unser Zieldorf vergingen wie im Flug - zum einen, weil wir müde waren und zum anderen, weil der Uralt-Kleinbus (Platz für 20 Mann, ca. 300.000 km auf dem Tacho) ordentlich über die Straße flitzte.

Nachdem die Einheimischen uns bei unserer Hostelsuche unterstützt hatten, konnten wir endlich um halb 1 einchecken. Das Problem war nur, dass das Hostel nur von 5 Uhr Abends bis 10 Uhr morgens geöffnet hat, also konnten wir nur schnell unsere Sachen in unser Zimmer bringen und durften den restlichen Nachmittag bei Nieselregen das Dorf und die Umgebung erkunden. Nach einer Pizza im örtlichen "Pizzarestaurant" sind wir um kurz nach 5 müde in unsere Betten gefallen.

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