Das Besucherzentrum beherbergt das modernste Naturkundemuseum Polens und einen Raum für wechselnde Ausstellungen. Wir, als gute Touristen, haben natürlich das volle Programm mitgemacht; sprich:
die nicht permanente Ausstellung,
auf den Turm
Die permanente Ausstellung darf man nur mit einem Führer betreten und leider stand zu der Zeit, in der wir da waren, nur eine Führung auf polnisch zu Verfügung. Da wir in das Museum wollten, haben wir es in Kauf genommen, nichts zu verstehen und haben an der polnischen Führung teilgenommen. Der Ausstellungsraum ist komplett dunkel und der Führer kann mit seiner Fernbedienung immer die Scheinwerfer für den Bereich der Ausstellung anschalten, über welchen er gerade redet. Das hat zum Vorteil, dass die Gruppe zusammenbleibt und dass sich jeder der Teilnehmer nur mit dem gerade beleuchteten Bereich der Ausstellung befassen kann. Thematisch ist die Ausstellung in bestimmte Vegetationszonen des Waldes und/oder in bestimmte Tiergruppen (Vögel, oder große/kleine Säugetiere) unterteilt. Tiermäßig hat der Nationalpark einiges zu bieten: Elche, Bisons (als Haupttouristenattraktion), Rotwild (groß und klein), Wölfe, Vögel en masse (9 Spechtarten und alles was man sich so in einem Wald vorstellen kann). Ich fand die Ausstellung sehr gelungen und vor allem die Idee mit der absoluten Dunkelheit und den Scheinwerfern sehr gelungen. Leider durfte man von der Ausstellung keine Bilder machen.
Nach dem Besuch der Ausstellung ging es für 3 Stunden in den streng geschützten Bereich des Bialowieza-Nationalparks. Wenn man sich das ganz nüchtern anschaut, wozu ich euch jetzt erstmal die Möglichkeit geben will (am besten auf die Bilder klicken)...
...glaubt man eigentlich nicht, in einem Wald zu sein, in dem seit über 800 Jahren nichts mehr von Menschenhand verändert worden ist. Alles sieht sehr aufgeräumt aus und eigentlich unterscheidet sich der Wald nicht von jedem anderen X-beliebigen Wald in Deutschland. Lässt man den Wald aber ein bisschen auf sich wirken, bekommt man das Gefühl, dass der Wald sehr gesund ist: der Wald besteht aus vielen verschiedenen Baumarten, die unstrukturiert durchmischt sind (ein echter Mischwald also) und auch die vielen toten Bäume (es gibt 5x so viel Todholz wie in einem durchschnittlichen Wald in Polen), die größtenteils noch stehen, passen einfach.
Unser Führer, der zufälligerweise auch unser Führer durch das Museum war, erklärte uns ausgiebigst Einzelheiten über die Flora und Fauna des Waldes und ich wage zu behaupten, dass er unsere kleine Gruppe (nur Lan und ich) sehr genoss.
Nach kurzen 3 Stunde, in denen wir kaum Tiere zu Gesicht bekamen, aber die Ruhe des Waldes genießen konnten, kamen wir wieder am Museumsgebäude an und entschlossen uns dazu, den schönen Tag zu nutzen, indem wir noch einen kleinen Spaziergang hinten dran hängen. Auf diesem Spaziergang trafen wir auf eine Einheimische, die erst mit uns spazieren gegangen ist und anschließen uns zu sich nach Hause eingeladen hat.
Später im Hostel gab es zum Abendessen Reis mit einer Chinasoße. Um 11 war für uns Schicht im Schacht, da es für uns am Samstag um 6.15 Uhr mit dem Bus nach Bialystock ging.
2 Kommentare:
Es gibt also auch nette Polen :)
nett
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